Chicago Tag 5

Heute war mal Kultur angesagt.

Eigentlich sollte ich ja Freikarten für das Chicago Art Institute haben, aber leider geht das nur, wenn die Inhaberin der MembersCard dabei ist. Nun gut, also 23 Dollar ausgepackt und durch die Ausstellungen gelaufen.

Ich gehe gerne in Museen. Ich schaue mir auch gerne Bilder an. Jedoch bin ich zum Beispiel keiner, der moderne Kunst (also für mich so ein wenig alles was ab 1900 gemalt wurde) was abgewinnen kann. Anschauen tue ich es mir dennoch.

Es war auch wirklich viel zu sehen. Das nächste Mal, wenn ich hier bin, dann mache ich mal eine guided tour mit. So alleine weiß ich für mich nicht, was ich alles angucken kann und will.

Aber ein Bild hat mir richtig gut gefallen:
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Link zur Beschreibung des Bildes: klick

Keine Ahnung warum, es hat mich sofort an Chicago, San Francisco, Miami und New York erinnert. Dieses Bild ist für mich die USA. Das erste Mal in meinem Leben werde ich mich jetzt auf die Suche machen, wo ich ein Druck von dem Bild kaufen kann. Das würde ich mir sehr gerne ins Wohnzimmer hängen. Ob das zu meiner Einrichtung paßt? Muahahaha, Einrichtung. Aber es wäre etwas, was mich immer an meine tollen Urlaube in den Staaten erinnert. Mit dem Fotografieren hat es ja immer noch nicht hin gehauen (habe Profiequipment, gehe aber damit um wie ein Laie) also wird auch keiner meiner Amerika Fotos vergrößert.

Mal schauen, ob und wo ich das kaufen kann.

Abends dann trotz schlechtem Wetters ab ins US Cellular Field. Ich bin ja hier um Ballparks zu besuchen.

Nunja, den habe ich dann auch hinter mir. 13.055 Zuschauer haben sich am kalten Montag abend auch aufgemacht. Es ist April-Baseball, das interessiert die Leute anscheinend noch nicht so sehr Zumal zeitgleich die Bulls das zweite Heimspiel in den Playoffs ausgetragen haben. Das geht dann wohl vor.

Ich hatte meinen Spaß. Das Spiel wurde im 9. Inning mit einem WalkOff Single entschieden. Baseball ist einfach geil. Das ganze Spiel haben die WhiteSox nichts auf die Kette bekommen. Im letzten Inning haben sie es gedreht. Da mögen vielleicht grad noch 5000 Leute auf den Rängen gewesen sein. Aber die hatten ihren Spaß :-)

Der Ballpark selber ist unspektakulär. Sehr gut gebaut, ein wenig zugig, aber er steht ja auch in der windy city. Bisher der schwächste von den vieren, die ich gesehen habe.

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Chicago, Tag 3 & 4

Brrr, war das heute kalt im Wrigley Field. Das gute daran, daß ich mich gerade aufwärme: Ich kann die letzten beiden Tage aufschreiben.

Tag 3 fing ruhig an. Eigentlich wollte ich morgens die Chicago Architecture Tour oder ins Artmusuem gehen, aber ich war zu müde und faul. Ist ja immerhin auch mein Urlaub.

Also vertrödelte ich schön den halben Tag, guckte ein wenig Bundesliga und um 14 Uhr machte ich mich dann auf Richtung United Center.

An sich hatte ich kein Spiel der Bulls auf der Liste stehen, aber für 60 Dollar schoss ich eine Karte für ein Playoff Spiel und ich muß sagen: Jeder Cent hat sich gelohnt.

Dazu muß man sagen, daß ich in den 90ern Bulls Fan geworden bin. Michael Jordan war und ist meiner Meinung nach der größte Sportler, den es je gab. Und ich wollte natürlich zu seiner Statue. Das habe ich dann auch gemacht. Dieser Augenblick war etwas wirklich ganz besonderes für mich. Ich war sehr ergriffen.

Als dann die Spielervorstellung der Bulls los ging, habe ich Tränen in den Augen gehabt. Es war nicht ganz so wie damals, aber es war dennoch fantastisch.

Die Bulls haben das Spiel deutlich gewonnen, aber ich verstehe nicht, warum man Pau Gasol so wenig in das Spiel einbindet (da spricht der Fanboy aus mir, habe ihn jetzt zweimal live gesehen, was ein Spieler!)

Abends dann noch was Essen, gelungener Tag!
Ich bin wirklich so froh, daß ich zu den Bulls bin. Das war ein Traum, den ich mir immer erfüllen wollte. Auch wenn er ohne Michael Jordan statt fand. Aber irgendwie war er ja doch da…

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Tag 4 ist schnell erzählt: Podcastaufnahme, Mittags zu den Cubs und jetzt erstmal ein wenig aufwärmen.
Morgen dann aber wirklich ehrlich ins Museum. Mir wurde das jetzt schon so oft empfohlen.

Chicago, Tag 2 (und Nachtrag zu Tag 1)

Ich dachte ja, daß ich gestern in Ruhe in einer Sportsbar das Giantsspiel gucken kann.

Dann hat aber der Zufall (oder besser eine Dating App) noch eine Überraschung für mich parat. Ich wurde zum John Hancock Building bestellt. Dort ging es in den Signature Room. Und das hat sich vielleicht gelohnt! Von hoch oben auf Chicago in der Nacht schauen war der Hammer! (über den Rest decke ich lieber den Mantel des Schweigens…)

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(was aber richtig gut lief bei dem Date: ich habe Freikarten für die Chicago Architecture Tour und das Artmuseum bekommen. Zu irgendwas ist online dann doch gut)

Tag 2 startete also ziemlich klasse. Und es sollte noch besser werden: Mein Besuch im Wrigley Field stand an. Endlich wieder Baseball!

Wrigley Field ist einer der ältesten Ballparks in Amerika und das sieht man ihm auch an. Aber es hat wahnsinnigen Charme. Leider ist gerade in diesem Jahr der Umbau des Stadions gestartet, so daß ich das „alte“ Gefühl gar nicht mehr mitbekommen habe. Aber auch so lohnt sich der Besuch unbedingt!

Die Fans erinnern mich sehr an die meiner Giants: Sehr enthusiastisch, jede gute Aktion wird abgeklatscht, aber man ist es auch gewohnt zu verlieren. Die Cubs warten jetzt seit 1907 auf ihren nächsten WorldSeries Gewinn. Das ist eine laaaaaange Zeit. Und das merkt man auch.

Ebenfalls hatte ich das Glück beim ersten Spiel des hoffnungsvollem Nachwuchstalent Kris Bryant beizuwohnen. Mein Sitznachbar hat sogar eine Konferenz vertagt, damit er beim Spiel dabei sein kann. Das nenne ich mal Einsatz.

Das Spiel ging verloren, aber das ist man bei den Cubbies wohl gewohnt. Kann ja nicht jeder 3 Titel in den letzten 5 Jahren holen.

Abends dann noch was gegessen und den Tag ausklingen lassen. Morgen geht es zu den Bulls, ich freue mich wahnsinnig. Endlich mal ein Heimspiel meiner Bulls sehen!

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Chicago, Tag 1

New York ist Geschichte, Chicago ist der nächste Stopp.

Erst dachte ich, es ist schlau ein Flugticket kurzfristig zu kaufen. Als ich das letzte Mal nachgeschaut hatte, kosteten die Tickets um die 100 Dollar. Nunja, man sollte solche Dinge dann auch buchen, so waren es 250 Dollar… Aber naja, man hat ja nur einmal im Jahr Urlaub.

Der Transfer zum JFK war sehr einfach, ich habe da in Brooklyn schon recht gut gelebt.

Der Flug war ruhig, typischer Inlandsflug. Sehen konnte ich leider nichts, weil ich zwar ein Fensterplatz hatte, aber es dort kein Fenster gab (???).

Vom O’Hara ging es dann mit dem Zug nach Chicago. Meine Unterkunft ist sehr nah an einer UBahn und so viel auch dieser Weg nicht schwer.

Nahrungsaufnahme war als erstes angesagt. In New York habe ich den Tipp bekommen ein Al’s Italian Beef Sandwich with Sausage zu Essen. Gut, daß Al’s gleich hier um die Ecke ist. Wow, 8 Dollar, aber sowas von lecker und gut. (Fotos habe ich nicht gemacht, hatte zu großen Hunger.)

Morgen geht es ins Wrigley Field. Der älteste Ballpark in der MLB. 15 Minuten Fußweg von hier. Alles richtig gemacht.

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New York, 5. und 6. Tag

Puh, der Abend in der Bar hat mich doch ziemlich aus der Bahn geworfen.

Vom 5. Tag in New York bleibt mir Bloodline und Woodwork in Erinnerung.
Ich habe mal eben 10 Folgen der Serie Bloodline geguckt und dabei ausgenüchtert. Mit 40 fällt einem dann vieles nicht mehr so leicht. Und ich habe ja auch noch Urlaub!

Das Woodwork wurde mir am Abend zuvor empfohlen und es hat sich gelohnt. Ich hatte tolle Gespräche, tolles Essen und ein zwei gute Brooklyn Lager. Wer es in New York leicht haben will: Sagt ihr hasst die Phillies und daß ihr bei den Mets gewesen seid. Das öffnet Türen :-)

Am letzten Tag in New York stand dann noch mal Sightseeing auf dem Programm. Zuerst wollte ich ins Empire State Building, aber die Schlange an der Kasse war mir einfach zu lang. Also auf zum Rockefeller Center. Das wurde mir von vielen Seiten empfohlen. Und ich kann diese Empfehlung nur weitergeben. Nicht nur, daß das Gebäude selber wahnsinn ist, der Blich von da oben ist der Hammer. Ich hoffe die Fotos können das irgendwie rüberbringen.

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Zurück ging es über die Brooklyn Bridge. Eine nette Brücke, toller Blick auf New York, aber wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich immer die Golden Gate Bridge vorziehen.

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New York ist die Reise wert gewesen. Aber dennoch habe ich mich hier nicht so wohl gefühlt wie in San Francisco. Hier ist alles groß, laut, schnell, groß, hektisch und groß. Ich glaube man braucht sehr sehr viel Zeit um hier sein Fleck Erde zu finden, auf dem man glücklich wird.

Chicago ist der nächste Stop, ich bin sehr gespannt.